„Nicht schon wieder!“ – Familie von Luis Díaz erneut mit Todesdrohungen konfrontiert – Polizei leitet Großermittlung ein
Berichte: El Tiempo, El Espectador, Caracol TV & RCN TV | Von [Autor]
Die Fußballwelt ist erneut erschüttert: Luis Díaz, der kolumbianische Stürmer des FC Bayern München, steht wieder im Mittelpunkt einer familiären Tragödie. Wie El Tiempo und El Espectador berichten, hat die Familie des Spielers in La Guajira (Kolumbien) neue Todesdrohungen von unbekannten Personen erhalten. Die kolumbianische Polizei hat eine dringende Untersuchung eingeleitet, nachdem die Drohungen gemeldet wurden.
Dies ist bereits das zweite Mal, dass die Familie des 28-jährigen Nationalspielers von Gewalt betroffen ist. Díaz, der im Sommer von Liverpool FC nach München wechselte, zeigte sich zutiefst betroffen und emotional erschöpft.
„Ich mag solche Situationen nicht“, sagte Díaz in einem bewegenden Interview mit Caracol TV. „Ich habe mich erst vor wenigen Monaten erholt, und jetzt wieder – was wollen sie von mir? Ich kann mich nicht konzentrieren. Es ist zu viel.“
Eine schmerzliche Erinnerung an 2023
Wie RCN TV erinnerte, ist dies nicht das erste Mal, dass die Familie des Stars bedroht wurde. Am 29. Oktober 2023 wurden seine Eltern, Cilenis Marulanda und Luis Manuel ‚Mane‘ Díaz, an einer Tankstelle in ihrer Heimatstadt Barrancas von bewaffneten Männern auf Motorrädern entführt.
Seine Mutter wurde bereits am nächsten Tag von der Polizei befreit, während sein Vater fast zwei Wochen lang vermisst blieb. Erst eine groß angelegte Militärsuche führte schließlich zu seiner Befreiung – ein Vorfall, der in Kolumbien für landesweite Empörung sorgte und die Familie schwer traumatisierte.
Nun, knapp zwei Jahre später, wiederholt sich das Trauma – diesmal in Form erneuter Todesdrohungen.
Polizei und Regierung reagieren
Nach Angaben von Caracol TV haben die örtlichen und nationalen Polizeibehörden eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet. Die Familie steht derzeit unter Sonder- und Polizeischutz, während Ermittler versuchen, die Absender der Drohungen ausfindig zu machen.
Oberst Mauricio Ortiz von der Polizeidirektion La Guajira erklärte:
„Wir behandeln diesen Fall mit höchster Priorität. Die Drohungen wurden anonym übermittelt. Unsere Teams analysieren Kommunikationsmuster, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Wir werden der Sache auf den Grund gehen.“
Auch die kolumbianische Regierung reagierte. Innenminister Luis Fernando Velasco sicherte der Familie Díaz seine Unterstützung zu:
„Kein Kolumbianer sollte in Angst leben – schon gar nicht jemand, der unser Land so stolz auf der Weltbühne repräsentiert.“
Bayern München steht hinter seinem Spieler
In Deutschland hat der FC Bayern München eine Erklärung veröffentlicht und sich klar hinter seinen Spieler gestellt. Klubvertreter stehen in engem Kontakt mit Díaz und seiner Familie, um ihn psychologisch und emotional zu unterstützen.
Ein Sprecher des Vereins sagte gegenüber El Espectador:
„Luis ist ein geschätztes Mitglied unserer Mannschaft und unserer Bayern-Familie. Wir unterstützen ihn in jeder Hinsicht – auf und neben dem Platz.“
Auch Teamkollegen wie Jamal Musiala und Harry Kane sollen Díaz privat kontaktiert haben, um ihm Mut zuzusprechen. Medienberichten zufolge war Díaz in den letzten Trainingseinheiten sichtlich niedergeschlagen, versucht jedoch weiterhin, sich auf den Fußball zu konzentrieren.
Fans zeigen Solidarität
In ganz Kolumbien und in den sozialen Medien äußern Fans ihre Solidarität. Unter den Hashtags #FuerzaLucho und #EstamosContigoDiaz bekunden Tausende ihre Unterstützung.
„Ich kann nicht glauben, dass das wieder passiert“, schrieb ein Fan auf Instagram. „Lucho ist ein Symbol des Stolzes für Kolumbien – er verdient Frieden, nicht Schmerz.“
Viele erinnern sich noch an die emotionalen Momente im Jahr 2023, als Díaz nach der Entführung seines Vaters ein Tor für Liverpool erzielte, Tränen in den Augen hatte und zum Himmel zeigte – ein Symbol der Hoffnung und Stärke.
Behörden suchen langfristige Lösungen
Laut RCN TV und Caracol TV arbeiten kolumbianische Sicherheitsdienste nun mit modernen digitalen Überwachungstechnologien und internationaler Zusammenarbeit, um die Täter zu identifizieren. Es besteht der Verdacht, dass lokale Erpressungsbanden hinter den Drohungen stecken, die versuchen könnten, Díaz wegen seines Erfolges und Vermögens ins Visier zu nehmen.
Psychologische Betreuung wird der Familie erneut angeboten – viele befürchten, dass die ständige Bedrohung tiefe seelische Spuren hinterlässt.
Ein Appell für Frieden und Sicherheit
Der erneute Angriff auf eine der bekanntesten Fußballfamilien Kolumbiens hat eine landesweite Debatte über Sicherheit und Schutz prominenter Persönlichkeiten entfacht.
Sportjournalist Javier Hernández Bonnet sagte im Gespräch mit Caracol Radio:
„Luis Díaz ist nicht nur ein Fußballspieler – er ist ein Sohn Kolumbiens. Wenn seine Familie leidet, leidet das ganze Land mit.“
Obwohl Díaz weiterhin für Bayern München spielt, berichten Insider, dass der Verein ihm eine Auszeit gewähren könnte, falls sich die Lage weiter zuspitzt.
Seine letzten Worte im Interview mit kolumbianischen Medien verdeutlichten den Schmerz, den er empfindet:
„Ich will nur Frieden für meine Familie. Fußball bedeutet nichts, wenn sie nicht in Sicherheit sind.“